Aller Anfang ist schwer

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Für ein paar Wochen bastelt Robert an unserem Wohnwagen Fridolin rum. Wir sind bei der Familie im Thüringer Wald. Doch es ist viel zu kalt. Der Winter kommt früher als gedacht. Schnee und Frost. Wir wollen so schnell wie möglich raus aus dem grauen Nass. Können es kaum erwarten, mit dem Wohnwagen loszuziehen. Ab in den Süden.
Doch es kommt anders….
Das Wetter macht uns einen ganz schönen Strich durch die Rechnung. Fridolin friert. Und eines Nachmittags passiert es. Eine Schneelawine vom Dach schrottet das Dachfenster. Robert repariert es notdürftig selbst. Wir wollen endlich los! Keine Zeit verlieren!
Eines Nachmittags packt es uns. Was sollen wir noch länger warten? Schließlich wird das Wetter nicht besser. Wir fahren los. Erste Station: Würzburg, unsere Freundin Theresa besuchen. Kurz vorm Ziel passiert das Unglaubliche: das Auto spielt verrückt. Schnell von der Autobahn runter auf einen Pendlerparkplatz. Nichts geht mehr. Wir haben eine Autopanne. Ausgerechnet an unserem ersten Tag! Es ist 19 Uhr abends und a***kalt.
Wir werden nach Schweinfurt abgeschleppt. Das Auto muss in die Werkstatt – Lichtmaschine kaputt. Der Mechaniker belächelt unser Vorhaben, mit Fridolin nach Spanien zu fahren. Mutig, nennt er es. So ein alter Wohnwagen. Und noch dazu ohne Winterreifen. Und was wir dem Baby da antun. Wir bekommen Zweifel. Mit dem Mietwagen kommen wir spät abends todmüde in Würzburg an. Ich fühle mich elend und fertig. In der Nacht bekomme ich Fieber. Am nächsten Tag liege ich flach. Die nächsten 7 Tage werde ich Theresas Bett nur selten verlassen.
Hat sich das Universum gegen uns verschworen? Sollen wir den Trip doch nicht machen? Wir überlegen ernsthaft, das ganze Vorhaben abzubrechen. Vielleicht doch mit dem Flieger schnell in die Sonne?
Erstmal eine Nacht drüber schlafen.
Am nächsten Tag sieht es schon besser aus. Unser Bauchgefühl schreit immer noch: Spanien! Unser Auto ist repariert und läuft wieder wie geschmiert. Jetzt lassen wir Fridolin doch lieber noch mal durch checken. Robert findet einen sympathischen Mechaniker in Würzburg. Der ist ganz begeistert von unserem Vorhaben. Fridolin bekommt neue Reifen und ein neues Dachfenster. Alles fühlt sich doch richtig an. Anscheinend ist das Universum doch auf unserer Seite. Nicht auszudenken, wenn uns die Panne und die Erkältung unterwegs heimgesucht hätten.
Jetzt muss ich nur noch gesund werden. Laut Arzt plagt mich „nur“ eine hartnäckige Erkältung. Tatsache ist, so mies hab ich mich schon jahrelang nicht mehr gefühlt.
Nach einer Woche in Würzburg geht es mir einigermaßen besser. Wir starten den zweiten Versuch: Ab in den Süden. Über Freiburg, Lyon und Montpellier fahren wir bis nach Roses in Spanien. Alles ist entspannt. Frida liebt ihren neuen Kindersitz*.
Lange Autofahrten sind überhaupt kein Problem. Sie schläft die meiste Zeit. In den Pausen krabbelt sie vergnügt im Gras, staunt über die vielen Autos oder winkt LKW Fahrern. Bei Freiburg übernachten wir kostenlos auf einem Landvergnügen Hof*, in Frankreich begnügen wir uns mit den Raststätten an der Autobahn. Insgesamt brauchen wir 5 Tage bis nach Spanien. Das Wetter ist durchwachsen. Doch mit jedem Kilometer wird es wärmer.
Wir fühlen uns frei. Es ist toll, on the road zu sein, und erinnert uns ein bisschen an unsere Zeit in Australien. Frida merkt das wohl. Sie ist so entspannt wie lange nicht. Das Fahren stört uns kein bisschen. Wir nehmen uns Zeit.
Und dann sind wir endlich in Roses. Wir checken auf einem Campingplatz ein, direkt am Meer. Die Sonne scheint und es sind 16 Grad. Wir laufen zum Strand. In den Palmen bauen grüne Papageien ihr Nest. Das Meer glitzert in seinem schönsten Blau. Wir fühlen den Sand in unseren Händen und atmen die frische Meeresluft ein. Die Wellen rauschen. Jetzt kann es so richtig losgehen.

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