Die Rückreise

Oder: Wer hat an der Uhr gedreht? Irgendwie vergingen diese Wochen wie im Flug. Wir machen uns auf den Rückweg. In Alicante treffen wir Annika, Pablo und Paulia wieder und feiern Paulinas 1. Geburtstag mit rohen Kuchen und Picknick am Strand. Das Wetter zeigt sich noch von seiner schönsten Seite. Wir baden sogar nochmal im Meer. Während mir die Spanier in dickster Winterjacke ungläubige Blicke zuwerfen, hüpfe ich vergnügt durch die Wellen. Immerhin sind es 17 Grad und die Sonne scheint. Alles eine Frage der Perspektive. Dieses Mal fahren wir mehr Landvergnügen Höfe an, u.a. eine Farm mitten in den Bergen Barcelonas und eine Olivenöl-Mühle in der Nähe von Roses. So macht das Campen richtig Spaß. Für wenige Euro bekommen wir Strom, Wasser und einen sicheren und authentischen Stellplatz. Je nördlicher wir fahren, desto kälter wird es allerdings. Die Temperatur fällt um 10 Grad und mehr, und es dauert nicht lange, bis der erste Schnee rieselt. Wir sind froh über unsere Heizung, die es sehr gemütlich macht. Es ist schön, im warmen Wohnwagen zu sitzen und mit einer Tasse heißen Tee dem Schneetreiben draußen zuzusehen. Das viele Autofahren mit Frida ist entspannt. Sie schläft viel und gerne in ihrem Kindersitz und wir kommen gut voran. Jeden Tag fahren wir zwischen zwei und drei Stunden. Den Rest der Zeit verbringen wir auf Raststätten oder im Wohnwagen. Es ist viel zu kalt, um draußen zu sein. Vorallem, weil keiner von uns richtig dicke Wintersachen dabei hat.

Und dann sind wir plötzlich wieder in Deutschland. Als ob wir niemals weg gewesen wären. Ich muss an Australien und Neuseeland denken. Wir waren es so gewohnt, den ganzen Tag an der frischen Luft zu sein, dass wir uns zurück im Haus in Deutschland richtig eingesperrt fühlten. Wie konnte man bei Sonne denn nur drinnen frühstücken? Wir gingen trotzdem raus, auch wenn es nur 10 Grad waren. Dann zogen wir uns einfach dicker an. Es ging sogar soweit, dass wir im Zelt im Garten übernachteten. Jetzt kommen die gleichen Gefühle wieder hoch. Fridolin fehlt uns richtig. Unser gemütliches Bett, die kleine “Küche”, die Sitzecke. Mehr Platz brauchen wir eigentlich gar nicht. So, jetzt sind wir aber dieses Jahr in einen Rekord Winter zurück gekehrt. Nichts desto trotz: Dicke Klamotten zum Rausgehen haben wir uns schon besorgt. An die trockene Heizungsluft werden wir uns allerdings wohl nie gewöhnen.

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