Die Sache mit dem Essen

Vegan in Buenos Aires. Ein Widerspruch in sich? Eine ausweglose Situation?Im Reiseführer fand ich folgende, aufmunternde Formulierung: “Best of luck to all vegetarians visiting BA, and may the Argentine beef gods forgive you.” Na super! Trotzdem muss ich sagen, sich hier vegetarisch zu ernähren ist gar kein so großes Problem. Mit den richtigen Sprachkenntnissen kann jedem Kellner klar gemacht werden, dass man sein Essen “sin carne o pescado” möchte. Außerdem gibt es jede Menge Restaurants, die Pizza, Pasta, Salate, Gemüse oder Kartoffeln anbieten. Ich war sehr über die Tatsache überrascht, dass sogar schon eigens vegetarische Bio-Restaurants aus dem Boden sprießen. (Zum Beispiel das “Abuela Pan” in San Telmo, sehr lecker!) In Argentinien! Es geht voran!

Bei Vegan sieht das schon anders aus. Anspruchsvoll darf ich da nicht sein. Deshalb mache ich hier gerade viele Ausnahmen. Weißbrot (ich kann es jetzt schon nicht mehr sehen), Avocados, Kartoffeln mit Salat, Nudeln, Weißbrot, Avocados, usw…ein Teufelskreis. Die beste Lösung: Wo es geht, selbst kochen. Wir haben hier sogar schon drei klitzekleine Bioläden entdeckt, die vegane Lebensmittel verkaufen (die dann natürlich ihren Preis haben). Einige Sachen bekommt man auch in Supermärkten im Barrio Chino, dem Chinatown von Buenos Aires. Sogar Hefeflocken und vegane Mayonnaise gibt es hier!

Uns kommt es vor, als ob gesunde Ernährung hier eher einen geringen Stellenwert einnimmt. Teigteilchen zum Frühstück, immer wieder Cola, Alfajores (Kekse mit dulce de leche), Fleisch, Fleisch, Fleisch und Weißbrot, Weißbrot, Weißbrot stehen auf dem täglichen Speiseplan. Schade, dabei gibt es hier jede Menge leckeres Obst und Gemüse, nur scheinen das eher wenige zu essen. Zu unserer großen Überraschung haben wir noch nie so viele übergewichtige Menschen auf einen Haufen gesehen wie hier. Natürlich wollen wir nicht pauschalisieren. Das ist einfach nur unsere subjektive Wahrnehmung.

Nichts desto trotz habe ich mich eine Woche den kulinarischen “Highlights” von Buenos Aires hingegeben: Dulce de leche (süße karamellisierte Milchcreme, aufs Brot oder im Kuchen/ Keksen) und jeden Morgen zum Frühstück Medialunas (fettige Buttercroissants, wahlweise mit Dulce de leche gefüllt). Nicht zu vergessen: Empanadas, gefüllt mit Spinat und Käse. Wir werden hier fett 🙂

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Mate Tee, links daneben Dulce de leche

 

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Unser täglich Brot.

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Die mächtigen Medialunas.

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Süße Teilchen, genannt Facturas.

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  1 comment for “Die Sache mit dem Essen

  1. silvana
    24. Februar 2015 at 0:49

    Hi ihr zwei,
    sehr interessant und schön wieder von euch zu lesen. Ich habe mich schon bei dem letzten Eintrag und beim Anschauen der Fotos (Grillen mit Nico) gefragt, was du denn davon gegessen hast :-)) Gut zu hören, dass ihr nicht verhungern müsst :-)))
    Viel Spaß in Patagonien.
    Ich drück euch
    Liebe Grüße
    Mama

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