Lost (in translation).

Servus, Grüzi und Hallo. Seit Anfang September befinden wir uns mitten in einem kleinen bayrischen Kaff. Grund ist eine befristete Arbeitsstelle bei einer Event-Agentur. Das kam uns gerade recht, und wir sagten ohne große Überlegungen zu. Jetzt leben wir hier in einem Hotel, direkt am Münchner Flughafen. Man könnte auch sagen: Work and Travel in Bavaria. Hier ist ziemlich alles anders als damals in Berlin. Manchmal kommt es uns vor, als wären wir in einem anderen Land. Die Menschen, die Landschaft, die Mentalität, die Sprache. So richtig bayrisch haben wir noch nicht gelernt. Und verstehen gestaltet sich als genauso schwer. Die Supermärkte schließen um 20 Uhr. Sonntags hat grundsätzlich nichts auf. Im Hotel zu wohnen ist ungewohnt, aber auch irgendwie cool. Ein bisschen wie in einer Blase. Denn so ganz sind wir nach der Reise noch nicht im richtigen Leben angekommen. Wir sind zwar nicht mehr in der Welt unterwegs, aber auch noch nicht im Alltag angekommen mit eigener Wohnung, festem Freundeskreis und Vollzeitstelle. Irgendwie mitten dazwischen. Es fühlt sich an, wie eine Zwischenstation. Eine, die uns ein bisschen vor der Post-Reisedepression bewahrt oder sie zumindest ein kleines bisschen aufschiebt. Wir lernen viele verschiedene Leute kennen, wie auf Reisen. Arbeiten befristet, wie auf Reisen. Verdienen Geld, um dann wieder Reisen zu können. Wie auf Reisen. Haben kein richtiges Zuhause. Wie auf Reisen.

Wie haben wir letztens so schön gelesen: “Zuhause ist, wo sich das W-LAN automatisch einwählt.” In unserem Fall ist das unser kleines Hotel im bayrischen Kaff.

 

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