Towers of Pain

Besser bekannt als Torres del Paine Nationalpark in Chile, der Ort, der uns eigentlich nach Patagonien geführt hat. Hier wollten wir die große Runde wandern, das sogenannte “O” oder “full circuit”. Neun Tage und acht Nächte haben wir für dieses Abenteuer gebraucht. Das war wohl einer der härtesten Trekks, den wir bisher gemacht haben. Nicht wegen der Kilometer (ca. 150km) oder dem Höhenprofil (ganz in Ordnung), sondern dem unbeständigen patagonischen Wetter. Wir hatten hier wirklich vier Jahreszeiten an einem Tag (Sonne, Regen, Wind und Schnee!). Der fast tägliche strömende Regen hat es uns schon enorm erschwert, vor allem, weil wir als Camper nirgendwo unsere Sachen richtig trocknen konnten. Wir waren also dauernass! Zum Glück hatten wir uns in Deutschland noch richtig gute Schlafsäcke* besorgt und konnten die Nächte so einigermaßen warm verbringen.

Unser ”Biff” (wie wir unser 20 Euro Rossmann Zelt liebevoll genannt haben) hat wider Erwarten überlebt: Er hat den patagonischen Winden stand gehalten und Sturmregen halbwegs getrotzt (ein paar Pfützen hatten wir dann schon ab und zu, aber was solls).

Der Trekk war aber auch gleichzeitig einer der schönsten, die wir bis jetzt gemacht haben. Die Landschaft ist einfach atemberaubend, die vielen Gletscher, die riesigen Felsen, die Seen, die Vogelwelt. Wir sind an unsere Grenzen gegangen, haben einzigartige Natur erlebt und viele, unterschiedliche Menschen kennen gelernt. Seht selbst:

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Verpflegung für 9 Tage

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Das Wetter war nicht wirklich auf unserer Seite. Solche Brücken gab es leider nicht immer…

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Erster Tag geschafft! Mate Tee trinken am ersten Campingplatz.

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Zweiter Tag: da wussten wir noch nicht, was auf uns zu kommt.

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alles noch schön flach.

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Wir feiern unser Horror-Erlebnis am zweiten Campingplatz

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Wildpferde gibts hier auch.

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Refugio Dickson

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Dritter Tag: langsamer Anstieg.

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Waldmensch.

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Gletscher Los Perros im Hintergrund

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Der Anstieg zum gefürchteten Pass. Es regnet mal wieder in Strömen und wir sehen schon sehr mitgenommen aus…

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Dann kam der Schnee und dazu ein beißender Wind….

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Und ein steiler Anstieg…

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Geschafft: Wir sind oben. Der Schnee schiesst uns wie Nadelstiche in die Augen und wir sehen nichts, aber hauptsache geschafft!

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Und dann breitet sich dieser enorme Gletscher vor uns aus: Glaciar Grey, einfach atemberaubend.

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In seiner ganzen Pracht

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Plötzlich kommen Sonne und ein Regenbogen…wunderschön!

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Hier bleiben wir über Nacht: im Camp Paso. Es regnet wieder in Strömen.

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Unser Biff unter Wasser.

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überflutete und matschige Wege

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eine von hundert Flussdurchquerungen

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auf der Vorderseite der Berge, am sogenannten “W”

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Überfüllte Campküche, weil es in Strömen regnet

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true story.

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Die unwirklichen Magellanspechte…so schön

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Endlich: die Türme

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Sonnenaufgang

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Gauchos und Pferde

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ausnahmsweise mal Sonne.

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Nochmal Gletscher Grey

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Panorama

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Gruselwald

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Hier muss man schwindelfrei sein

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Der Baum ist vom starken Wind geprägt.

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Im Camp Paine Grande.

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nochmal in Farbe

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Merle und Christo, das ist euer Jägermeister 🙂 (Anmerkung: Das war 8 Uhr morgens nach nem 400m Anstieg auf 1km)

Nachtrag: Ich glaube, wir können jetzt von uns behaupten: Wir wissen was Wind ist. Ich meine, RICHTIGER mit Hurrikan-artigen Böen – nicht mehr stehen können-alles vom Körper wegfliegender-Steine schleudernder WIND.

Am zweiten Tag hatten wir ein Horror-Erlebnis, was wir nie vergessen werden. Wir mussten einen kleinen Pass überqueren, laut Karte sollten uns hier starke Winde erwarten. Im Tal konnten wir uns doch schon bei jeder Böe kaum auf den Beinen halten. Je höher wir stiegen, desto schlimmer wurde es. So schlimm, dass wir einfach nicht mehr laufen konnten. Der Wind hat uns immer wieder umgeschmissen. Zusammen mit zwei Russinnen und einem Amerikaner hingen wir da oben fest. Nach und nach sind immer mehr Sachen weg geflogen:  Die Sonnenbrillen, die wir auf hatten, Mützen, Haarbänder, Trinkflaschen/Isomatten/Zelte, die außen am Rucksack befestigt waren. Am Ende konnten wir uns nur noch kriechend fortbewegen, mit blutigen Knien und Händen, Steine schleuderten in unsere Augen/Ohren und Nase. Lustigerweise haben wir es geschafft, ein paar Videos vom Anfang zu machen (auf denen das ganze Ausmaß aber trotzdem nicht rüber kommt).

https://www.youtube.com/watch?v=U_PWA8KZHYE&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=zvjMUQOy3AA&feature=youtu.be

 

 

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  3 comments for “Towers of Pain

  1. Fradi
    11. März 2015 at 21:33

    Hallo ihr beiden,
    schön euch auf diese Weise folgen zu können, es fühlt sich ein bisschen an, wie wenn wir dabei wären. Toller Bericht und tolle Bilder! Was für eine Landschaft! Leider gehen die Videos auf youtube nicht (privat).

    Dicke Umarmung, passt gut auf euch auf!

  2. Melli
    12. März 2015 at 13:15

    Julia un Robert! Geile Scheiße! Das ist LEBEN! Ihr nehmts wies kommt!Genau so sollte es sein! DER WEG IST DAS ZIEL, und außerdem Julia weißt du ja,…wer schwankt hat mehr vom weg :-*

    PS: unseren gefundenen Hai (plüschtier) in San Francisco habe ich auch Biff getauft =D

  3. Mutti
    12. März 2015 at 16:12

    Buenos dias,
    ein spannender Bericht und eindrucksvolle Fotos! Habe richtig Bauchschmerzen bekommen-bei der Dramatik! Was habt ihr nur gemacht, als die Sachen weggeflogen sind? Eure Isomatten u. Zelt sind noch da?
    Und diese Nässe 🙁 – da leidet man mit! Passt gut auf und bleibt gesund!
    Wir wünschen alles Gute und hoffen die kommenden Abenteuer werden nicht so dramatisch;)
    Auch schöne Grüße von Omas u. Opa u. allen Hiesigen
    Seid gedrückt
    Robert-ich hoffe du hast die Erkältung überstanden?!

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