Unser Insel-Leben in Thailand

 

Von Chiang Mai fliegen wir nach Surat Thani, von dort geht es mit einem Bus und der Fähre weiter nach Koh Phangan. Die Insel, auf der wir letztes Jahr auch schon waren. Insgesamt 12 Stunden sind wir unterwegs: Taxi, Flugzeug, Bus, Fähre, Sammeltaxi. Aber Frida macht alles ohne Meckern mit. Auf Reisetagen ist sie immer der Engel in Person. 🙂 Die ersten Tage haben wir uns in ein kleines Resort Namens Seetanu Bungalows* eingemietet, im selben Ort, in dem wir letztes Jahr schon gewohnt haben. Unser Bungalow ist überraschenderweise direkt am Strand. Ein paar Meter und wir sind im türkisglitzernden Meer. Vom Bett hören wir das Meeresrauschen und riechen die salzige Luft. Endlich. Darauf hatten wir uns nach so langer Zeit in Thailands Norden gefreut. Den ganzen Tag am Strand sein. Frida ist vor Freude außer sich. Es ist spät abends, als wir ankommen, aber trotzdem springt sie noch eine Runde über den Strand und wälzt sich genüsslich durch den Sand. Endlich wieder hier. Am ersten Tag laufen wir durch den Ort, der voller bekannter Gesichter ist. Hier kommen halt immer wieder die Gleichen her. Selbst die Einheimischen kennen uns noch: Chi Chi, die beste Thai Köchin Srithanus, oder Sky, der Besitzer von Seaview Rainbow*, der Anlage in der wir letztes Jahr wohnten. Auch Frida scheint sich zu erinnern. Sie “erzählt” von Dingen, die letztes Jahr hier passiert sind. Am ersten Tag treffen wir am Obststand auch gleich auf Dominik, mit dem wir uns letztes Jahr schon angefreundet haben. Er ist auch wieder hier, zusammen mit Frau Verena und dreijähriger Tochter Feli. Auch Frida und Feli kennen sich noch und werden die darauffolgenden Wochen enge Freundinnen. Die drei führen, ebenfalls wie wir, ein ortsunabhängiges Leben als digitale Nomaden. Solche Familien finden wir hier noch viel mehr: Jedes Jahr trifft sich hier auf der Insel eine Gemeinschaft alternativer Familien, die alle mehr oder weniger die gleichen Lebensvorstellungen haben (Stichwort Freilerner, Attachment Parenting, Vegan, Digitale Nomaden etc). Zusammen überwintern alle im Buritara Resort* im Nordwesten der Insel. Ins Leben gerufen hat das Wintercamp die Familie Horlacher. Wir entscheiden uns allerdings bewusst gegen das Wohnen in der Gemeinschaft. Zu trubelig ist uns das Zusammensein mit mehr als 40 Erwachsenen und weit mehr als 80 Kindern (Hallo Geräuschpegel! Und mit einem Kind zählt man noch zum Exoten- wir merken wieder mal: Ein Kind ist kein Kind 🙂 ) Wir wollen lieber etwas Ruhe und zu uns kommen. Trotzdem nehmen wir immer mal an den Familienausflügen teil, die jeden Samstag statt finden. Es ist schön, unter Gleichgesinnten zu sein. Aber wir sind auch froh, dass wir uns am Ende des Tages zu dritt zurück ziehen können. Nach den ersten vier Tagen auf der Insel müssen wir eine neue Unterkunft suchen. In unserem Ort Srithanu ist alles ausgebucht. Es ist unmöglich, etwas passendes und bezahlbares zu finden. Ja, leider hat sich dieser Ort auch sehr innerhalb eines Jahres verändert. Die Preise sind angestiegen, reiche Russen bringen das nötige Geld auf die Insel, fette Autos fahren durch die Straßen, überall wird gebaut. Es ist anders. Und es gefällt uns nicht mehr so gut. Wir weichen noch weiter südlich aus, nach Thong Sala, der Hauptort der Insel. Dort finden wir, etwas außerhalb, das kleine Beck’s Resort* am Strand, mit Pool, einem großen Garten, Kinderspielzeug und Hundewelpen. Auch hier gefällt es uns am Anfang nicht, aber wir gewöhnen uns irgendwann daran, ein nicht so alternatives Publikum um uns zu haben und jeden zweiten Tag die 15 Minuten mit dem Roller nach Srithanu zu fahren. Frida gefällt es jedenfalls und das ist die Hauptsache. Fünf Wochen bleiben wir insgesamt auf Koh Phangan. Es dauert lange, bis wir richtig ankommen. Die Insel hat eine magische Energie, die uns eine anhaltende, innere Unruhe beschert. Eine Legende sagt, die Insel sei aus Rosenquartz entstanden, was der Grund für diese intensiven Erlebnisse sei. Nicht nur uns geht es so. Wir hören die gleichen Geschichten von fast allen Familien, die wir treffen. Auch die alternative Szene im Yogi-Ort Srithanu wühlt uns emotional auf. Die Energien von so vielen Suchenden bündeln sich und sind für uns “Hochsensible” nur schwer auszuhalten. Manches ist echt, vieles ist einfach nur fake. Am Ende sind wir froh, uns keine Unterkunft in Srithanu genommen zu haben. Trotzdem haben wir das Gefühl, dass wir genau jetzt an diesem Ort sein sollen. Wir treffen so viele liebe Familien, mit denen wir uns austauschen und gegenseitig inspirieren (Dominik & Verena mit Feli, Aura & Ben mit Oscar, Anne & Kai mit Luna und Mio, Thea & Fabi mit Ernesto und Mara, Sarah & Philipp mit ihren fünf Töchtern – oder waren es sechs?). Irgendwann haben wir auch wieder eine Art Alltag: Morgens noch vor dem Frühstück springen wir in den erfrischenden Pool, ich mache eine Runde Yoga am Strand, und danach essen wir meistens selbst gekauftes Obst auf unserer Terrasse. Den Vormittag verbringen wir oft im Resort, abwechselnd am Pool und am Strand. Manchmal arbeitet einer von uns. Gegen Nachmittag fahren wir nach Srithanu, um uns dort mit anderen Familien am Strand zu treffen. Frida schläft meistens auf dem Roller ein, und Robert und ich nutzen die Zeit, um einen Kaffee im beliebtesten Café Srithanus zu schlürfen. Abends gehen wir meist essen, in unsere Stammrestaurants in Srithanu oder auf den Food Market in Thong Sala. Und zum Nachtisch gibt es öfter einen veganen Schokoladen Energy Ball aus dem Bioladen, den Frida so sehr liebt, und auch noch von letztem Jahr kennt. Ab und zu machen wir auch Ausflüge an andere Strände, zum Beispiel an den Haad Khom, wo das gemütliche Schwein lebt, oder an den Zen-Beach, wo jeden Abend eine Drum Session statt findet. Am Ende vergeht die Zeit trotzdem wie im Flug. Eine schöne, intensive, bereichernde, erleuchtende, aufwühlende Zeit (nicht zuletzt durch meine Reiki Ausbildung). Ob wir nochmal nach Koh Phangan zurück kehren werden? Wir werden sehen. Für uns geht es jetzt erstmal (wieder vereint mit meiner Mama) auf die nächste Insel, deren Name noch ungenannt bleiben soll…

 

Hier sind wir gerade von Chiang Mai auf der Insel angekommen.

Unsere Frühstücks-, Yoga-, Meditations- und Chillout- Area im Beck’s Resort*.

Hundewelpen in unserem Resort.

Unser Pool

Unser Bungalow für einen Monat

 

Hier gibt es die leckersten Organic-Smoothies der Insel!

Beim Obsthändler unseres Vertrauens entdecken wir immer wieder neue exotische Früchte.

Bei diesem Stand von Madame Jasmin in Srithanu gibt es die besten Samosas der Insel. Unser Favorit ist der mit Massaman-curry-Füllung. mhhh

Frida liebt Vegane-Kakao-Smoothie-Bowls

Das Strandschwein am Haad Khom kennt uns noch vom letzten Jahr.

   

Im Nachbar-Resort entdeckt Frida diesen eingewachsenen Buddha.

…dort finden wir auch einen Mangobaum…

…und einen Pomelobaum.

 

 

 

 

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