Von Sonnengrüßen und Power Zones

Ich stehe vor der bunt beklebten Anzeigetafel im Orion Healing Centre und weiß gar nicht, welchen Kurs ich zuerst machen soll. 90 Minuten Hatha Yoga? Eine Stunde Vipassana Mediation? Oder doch lieber gleich Rebirthing? Die Beschreibungen klingen zumindest alle sehr vielversprechend. Zum Glück haben wir noch ein paar Wochen hier auf Koh Phangan. So viele Dinge, die wir ausprobieren möchten. Das Kursnagebot ist riesig. Und wir haben endlich Zeit.

Zur Einstimmung buche ich 1,5 Stunden einfachstes Hatha Yoga. Genau richtig, um wieder in den flow zu kommen. Robert tut es mir gleich. Die Zeit vergeht wie im Flug, und danach fühlen wir uns wunderbar gedehnt. Es tut einfach so gut, sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

Ein bis zweimal die Woche nehmen wir uns so eine Auszeit, während der Andere auf Frida aufpasst. Ich entspanne bei Yoga Nidra, einer Art Tiefenentspannung und einstündigen Meditation. Wir liegen gut gepolstert einfach nur auf dem Rücken auf dem Boden und lauschen der Stimme der Lehrerin. Leise Flötenmusik tönt im Hintergrund. Ein bisschen erinnert es mich an die Regenbogenentspannung im Hypnobirthing.

Einmal verirre ich mich in eine Profi Yogarunde. Während ich mir bei den einfachsten Positionen die Zähne zusammen beißen muss, machen die anderen neben mir Kopfstand. Ich staune mit neidischen Blicken. So weit bin ich noch lange nicht,möchte es aber unbedingt irgendwann sein. Da besuche ich lieber Hatha Yoga für Einsteiger, und ich merke, wie ich von Woche zu Woche, von Tag zu Tag besser werde. Auch Robert ist dem Yogafieber verfallen, und traut sich gleich an Aerial Yoga. Yoga, bei dem man in den Seilen hängt. Für ihn darf es dann doch noch ein bisschen mehr Action sein. Er bucht ein paar Kite-Stunden in Thong Sala. Nach zwei Jahren wird es auch mal wieder Zeit dafür! Und nach einer Auffrischungs-Stunde darf er sogar schon ganz allein, ohne Lehrer aufs Wasser.

Wir genießen es jedenfalls richtig, uns nach langer Zeit mal wieder bewusst sportlich zu betätigen.

Die Tage verschwimmen ineinander. Irgendwie scheint die Uhr stehen geblieben zu sein, und rennt doch schneller als gedacht. Ein typischer Tag im Paradies sieht so aus: Wir werden von Vogelgezwitscher geweckt, stehen auf und schwimmen zuallererst eine Runde im Meer. Danach gibt es selbst zubereitetes Frühstück am Strand: Mango, Papaya, Wassermelone und Kokosnuss. Alles vom Stand unseres Vertrauens, bei dem die Preise nur halb so hoch sind wie in Srithanu. Wir haben uns ein Beil gekauft, und können die Kokosnüsse jetzt selbst öffnen. Luxus 🙂 Nach dem Frühstück chillen und spielen wir am Strand, bis Frida müde wird. Für mich gibt es noch eine kleine Runde Yoga auf der Terrasse, dann ist Mittagsschlaf Zeit für Frida. Meistens fahren wir mit dem Roller zu unserem Stammlokal, während sie in der Trage schläft. Dort gönnen wir uns die besten Smoothies der ganzen Insel. Wenn Frida wach wird, essen wir noch eine Kleinigkeit. Dann geht es zurück zum Strand, wo wir bis Sonnenuntergang bleiben. Zum Abendessen gehen wir in den Ort. Auch hier haben wir unsere Stammrestaurants, alle fußläufig zu erreichen. Was für ein Leben. Von mir aus könnte es ewig so weitergehen.

Hier der Rückblick unserer letzten Wochen auf Koh Phangan:

 

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